Sicher surfen: Die 14 besten privaten Suchmaschinen
Private Suchmaschinen schützen dich vor Hackern und unerwünschter Werbung. Entdecke die besten und finde heraus, warum der Inkognitomodus nicht reicht.
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Wenn man an Suchmaschinen denkt, fällt einem wohl zu allererst Google ein. Der Internetgigant ist eine der größten Suchmaschinen, die es gibt – nur weil sie groß sind, bedeutet das allerdings noch lange nicht, dass sie deshalb die besten sind. De facto unterstützt du durch die Nutzung von Google sogar, dass riesige Firmen eine Menge Geld mit deinen Surfgewohnheiten machen.
Es ist also an der Zeit, eine Suchmaschine zu finden, die deine Privatsphäre respektiert und dich nicht mit unerwünschter Werbung bombardiert.
Was sind private Suchmaschinen?
Jedes Mal, wenn du in Google etwas suchst, speichert Google das. Wenn du dir beispielsweise einen Ort in Google Maps ansiehst, weiß das der Internetgigant. Kein Wunder also, dass du so viele Werbung erhältst. Suchmaschinen wie Google oder Bing erstellen ein digitales Profil von dir mit deinen Surfgewohnheiten und verkaufen diese Daten an Drittfirmen. Diese Firmen versuchen dann, dich dazu zu verführen, ihre Produkte zu kaufen, indem sie dich mit Werbung und Pop-ups bombardieren.
Private Suchmaschinen hingegen tun das nicht. Sie sammeln keine Daten, um dir perfekte Suchergebnisse zu liefern. Sie speichern keine Anfragen oder verfolgen deine Schritte im Internet. Sie halten deine Suchanfragen geheim und anonym. Sie sind die perfekte Alternative zu gewöhnlichen Suchmaschinen, da sie dasselbe liefern, ohne die lästige Angewohnheit zu haben, jeden deiner Schritte zu verfolgen und aufzuzeichnen, indem sie deine Privatsphäre missachten.
Kurz gesagt, bieten private Suchmaschinen verlässliche Ergebnisse und garantieren dir ein anonymes Surferlebnis.
Was ist der Inkognito-Modus?
Du hast wahrscheinlich längst herausgefunden, dass Google und andere Browser auch einen Inkognito-Modus bzw. einen Privat-Modus anbieten. Dies ist eine Form des Surfens, die weniger Spuren als gewöhnliches Surfen hinterlässt.
Der Inkognito-Modus hat seine Vorteile. Wenn du in diesem Modus surfst, vergisst dein Webbrowser alles über deine derzeitige Sitzung, sobald du das Fenster schließt. Nichts von deiner Surf-Geschichte wird aufbewahrt und alle Cookies, die du währenddessen geschaffen hast, werden gelöscht. Cookies sind kleine Happen an Daten, die deine Online-Aktivität aufzeichnen, und sind der Grund, warum Webshops sich merken, welche Produkte du interessant findest, selbst Tage, nachdem du den Shop betreten hast.
Im privaten Modus zu surfen, kann sehr nützlich sein, wenn du in sensiblen Themengebieten herumstöberst. Oder wenn du dich in verschieden Accounts einloggen möchtest, ohne dich andauernd ein- und ausloggen zu müssen. Obwohl dieser Modus einige Aspekte privat hält, hilft er dir nicht dabei, während deiner Sitzungen online unsichtbar zu sein.
Natürlich ist es eine gute Sache, dass der private Modus deine temporären Daten löscht, aber das macht er nur, wenn du den Browser schließt. Während du surfst, ist alles für Dritte sichtbar, was du tust. Websites und Internetservices können nach wie vor deine Online-Aktivitäten verfolgen.
Wenn du beispielsweise in Facebook eingeloggt bist, weiß Facebook alles, was du auf anderen Seiten getan hast und wird seine Werbeanzeigen anpassen – selbst im privaten Modus. Tracking-Technologien sind sehr fortgeschritten und machen es fast unmöglich, sie zu blockieren, egal, wie viele Inkognito-Methoden du ausprobierst. Selbst wenn du nicht mehr eingeloggt bist, haben die Websites, die du besuchst, nach wie vor Zugang zu Daten über dein Gerät, deinen Browserverlauf und deine IP-Adresse. Auf diese Weise können sie dennoch herausfinden, was deine Präferenzen sind und diese mit anderen verfügbaren Informationen über dich verbinden.
Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass der private Modus deine Online-Aktivitäten vor dem Browser, den du genutzt hast, verbirgt, nicht so aber vor deinem Service-Provider und Dritten. Er löscht auch nicht die Dateien, die du heruntergeladen hast.
Deine Suchen werden gespeichert und mit deinem Account in Verbindung gebracht, sodass es unmöglich wird, komplett anonym zu bleiben.
Die besten privaten Suchmaschinen
Da du nun weißt, wie schwierig es ist, unsichtbar in Web zu bleiben – selbst im privaten Modus – liegt es auf der Hand, dass nur eine private Suchmaschine das Tracking auf ein Minimum reduzieren kann. Aus diesem Grund solltest du eine Suchmaschine wählen, die sich voll und ganz deiner Privatsphäre verschrieben hat.
Wir haben hier die besten privaten Suchmaschinen aufgelistet, die es gibt. Diese wahren deine Privatsphäre, ohne die Qualität deiner Suchergebnisse zu mindern. Außerdem sind sie äußerst nutzerfreundlich und bieten eine anpassbare Erfahrung dank all der diversen Optionen.
- DuckDuckGo ist eine der sichersten Suchmaschinen, die es gibt. Es verfolgt dich nie nach und bietet gleichzeitig eine hochqualitative Sucherfahrung. Das kann es nur, da es seine Resultate von über vierhundert Quellen bezieht, darunter Bing und Wikipedia. DuckDuckGo bringt zusätzlich einen eigenen Browser für Desktop und Mobil heraus, sodass du die gleiche Privatsphäre-Haltung auch außerhalb der Suche einnehmen kannst. Alles in allem ist DuckDuckGo eine der besten privaten Suchmaschinen, die es gibt, besonders wenn es um Nutzererfahrung geht. Besuche DuckDuckGo.
- Startpage ist eine mächtige Suchmaschine, die dich über einen Proxy-Server surfen lässt, sodass Websites deine IP-Adresse oder deinen Standort nicht herausfinden können. Du kannst Startpage zu deinem Browser hinzufügen und es nimmt die Resultate von Google und liefert sie dir. Das heißt, du kannst Google-Resultate ansehen und nutzen, ohne von der Firma getrackt zu werden. Dieser Service verfolgt keine deiner Informationen, darunter auch deine Suchanfragen. Die Nutzungserfahrung ähnelt der von Google sehr; selbst die Benutzeroberfläche ist fast identisch. Du kannst ganz einfach das Web nach Bildern und Videos durchsuchen. Da die Resultate denen von Google sehr ähneln, kann man es als die private Version von Google betrachten. Wenn du also auf der Suche nach einer guten Google-Alternative bist, dann bist du hier an der richtigen Adresse: Startpage liefert Resultate wie Google, ohne deine Daten zu sammeln. Wichtig zu wissen: Startpage gehört zum US-Mutterkonzern System1, etwas, das du im Hinterkopf haben solltest, wenn dir europäische Datenresidenz wichtig ist. Besuche Startpage.
- Qwant ist eine europäische private Suchmaschine, die keine Nutzerinformationen für Werbung speichert und dich nicht in einer Filterblase einsperrt: Die Suchresultate werden nicht von deinen Surfgewohnheiten oder deinem Verhaltensprofil bestimmt, sodass du auch Ansichten zu sehen bekommst, die dir sonst entgangen wären. Die Benutzeroberfläche kategorisiert deine Resultate in Nachrichten, Bilder, Social-Media und Videos, und du kannst deine Homepage mit beliebten Themen anpassen. Qwant arbeitet zusammen mit Ecosia an einer gemeinsamen europäischen Suchindex; das ist der zukunftsorientierte Punkt hier. Ehrliche Einschränkung: Qwant greift bei einigen Anfragen weiterhin auf Bing zurück, also ist die Index noch nicht vollständig unabhängig. Besuche Qwant.
- WolframAlpha bietet Expertenwissen für jeden, der an Informationen über Menschen, Gesundheit, Finanzen, Musik, Filme, Berechnungen und vieles mehr sucht. Es nutzt eingebaute Algorithmen, Wissensgrundlagen und AI-Technologie, um offenes Wissen für all diese Themen zu liefern, ohne je dabei zu tracken, was du suchst. Es ist perfekt, wenn du Daten berechnen möchtest, Statistiken recherchierst und Expertenwissen auf all deine Fragen suchst. Besuche WolframAlpha.
- Ecosia ist eine private Suchmaschine, die zugleich ein Klimaprojekt ist: Mit den Werbeeinnahmen werden Bäume gepflanzt und die Wiederaufforstung unterstützt, inzwischen Millionen weltweit. Deine Suchanfragen sind verschlüsselt, es werden keine externen Trackingtools verwendet, und du kannst jegliche Personalisierung, die Ecosia sonst anbieten würde, abschalten. Ecosia baut zudem gemeinsam mit Qwant an einer europäischen Suchindex, sodass die zugrunde liegende Technik zunehmend unabhängiger wird. Besuche Ecosia.
Wie man eine Suchmaschine anonym benutzt
Wenn du das Tracken einer Suchmaschine auf ein Minimum begrenzen möchtest, musst du einen Browser wählen, der nicht deine Daten ausschlachtet und sich auf deine Privatsphäre konzentriert. Von dem abgesehen, ist es immer vernünftig, eine sichere VPN-Verbindung zu nutzen, sobald du dich mit dem World Wide Web verbindest.
Die Grundschritte für eine anonyme Surferfahrung sind:
- Lösche jedes Mal deinen gesamten Suchverlauf, sobald du das Internet nutzt
- Schalte den Inkognito-Modus ein, um eine weitere Ebene an Schutz zu bieten
- Nutze einen privaten Browser, wenn du im Web surfst
- Ziehe eine VPN-Verbindung in Betracht, um deinen Datenverkehr zu verschlüsseln, und stelle sicher, dass Anbieter dich nicht tracken können
Willst du mehr über VPNs erfahren? Dann lerne mehr über den Nutzen und die Vorteile von VPNs.
Vollständige Liste der Suchmaschinen, die dich nicht tracken
- DuckDuckGo
- Brave Search
- Kagi (kostenpflichtiges Abo)
- MetaGer (Hinweis: die kostenlose Variante hat ein Nutzungslimit)
- Qwant
- Mojeek
- SearXNG
- Startpage
- Swisscows (Hinweis: volle Privatsphäre nur im Pro-Tarif)
- WolframAlpha
- Ecosia